Kammer der Architekten / Ordine degli Architetti  

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  #1  
Alt 16.11.2009, 13:46
kammer kammer ist offline
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Standard Wettbewerbe – Vergabe von Planungsaufträgen / Concorsi - incarichi di progettazione

Liebe Kolleginnen und Kollegen, in Südtirol ist in den letzten Jahrzehnten, in Zusammenarbeit mit der Öffentlichen Verwaltung und der Architektenkammer, insbesondere auch durch den Einsatz unseres Wettbewerbsausschusses eine gut funktionierendes Verfahren für den Ablauf von Planungswettbewerben entwickelt worden. Der Wettbewerb dient in seiner ursprünglichen Form dazu, für wichtige, komplexe öffentliche Bauaufgaben aus einer Auswahl von Lösungsvorschlägen die bestmögliche auszuwählen und so den Planungsauftrag zu vergeben. Seit die öffentlichen Verwaltungen Planungsaufträge nicht mehr direkt vergeben dürfen, haben sich eine Vielzahl unterschiedlicher Verfahren zur Auftragsvergabe entwickelt, die in irreführender Weise auch als Wettbewerbe bezeichnet werden. In diesen Verfahren werden die Regeln oft willkürlich und einseitig vom Bauherrn formuliert. Es geht vordergründig um den Planungsauftrag, wobei in der Bewertung oft das Honorarangebot mit unklar angeforderten Projektvorschlägen vermischt wird. Alle Regeln, die die Auswahl zu einem fairen Spiel zwischen den Interessen des Bauherren und der Leistung der Bewerber machen, werden außer acht gelassen. Um einen Überblick zu bekommen über diesen Wildwuchs an Verfahren, der auch von halböffentlichen Bauträgern wie z.B. Wohnbaugenossenschaften angewandt werden, ersuchen wir um die Mithilfe der Mitglieder.
Wir erbitten eine kurze Mitteilung hier im Forum als Antwort auf dieses Thema oder per E-mail (info@arch.bz.it) oder Fax (0471/974546), über alle möglichen Verfahren, in denen Honorarangebote mit Projektvorschlägen gemixt werden. Bitte um Angabe von Ort , Bauherr, Bauaufgabe, geforderte Unterlagen, Beurteilungskriterien usw. Hilfreich sind sowohl Erfahrungen über solche, die in den vergangenen Jahren gelaufen sind, als auch über solche, die gegenwärtig noch im Gang sind.
Dem Vorstand der Kammer geht es dabei nicht um eine Inspektion, sondern darum den öffentlichen Verwaltungen gegenüber eine sinnvolle Beratung aufzubauen.


Gentili/e colleghi/ghe Nei precedenti decenni in Alto Adige era stato sviluppato, grazie alla collaborazione intercorsa fra l’amministrazione pubblica e l’ordine degli architetti, in particolar modo attraverso l’impegno del comitato concorsi dell’Ordine, un ottimo procedimento per lo svolgimento di concorsi di progettazione. Nella sua forma originaria il concorso infatti fungeva da strumento di selezione fra una certa quantitá di proposte per definirne la migliore e conferire di conseguenza l’incarico di progettazione. Da quanto all’amministrazione pubblica non è piú concesso di conferire incarichi diretti, si sono sviluppati innumerevoli e differenti procedure di conferimento di incarichi, definiti erroneamente come concorsi. Spesso in questi procedimenti tutte le regole vengono stabilite in modo arbitrario ed unilaterale esclusivamente dal committente. In linea di principio viene “definito” l’incarico di progettazione ma nelle valutazioni l’offerta d’onorario viene spesso associata a proposte progettuali poco definite. In particolare vengono messe da parte tutte le regole che porterebbero a fare nella scelta una corretta valutazione fra gli interessi del committente e le prestazioni dei progettisti. Per farci un quadro sulla situazione, e poter districarci in questa miriade di procedure che vengono applicate anche da committenti in “parte” pubblici, come le cooperative edilizie, chiediamo un concreto aiuto agli iscritti.
Richiediamo una breve comunicazione descrittiva da inserire direttamente come risposta a questo tema oppure da inviarci via email (info@arch.bz.it) o fax (0471/974546) su tutti i disparati procedimenti nei quali le offerte d’onorario vengono mescolate con proposte progettuali. Vi preghiamo di indicarci; luogo, committente, incarico, le mansioni operative e la documentazione richiesta oltre ai criteri di valutazione ecc. Sono d’aiuto sia esperienze fatte su quelli svolti in passato che su quelli che sono attualmente ancora aperti.
Ciò non vuole essere un ispezione da parte del Consiglio, ma una base sulla quale offrire all’amministrazione pubblica una consulenza sensata.

Geändert von kammer (16.11.2009 um 13:51 Uhr)
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  #2  
Alt 23.11.2009, 11:25
elzenbaumer elzenbaumer ist offline
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Beiträge: 1
Standard Wettbewerbe und Planungsqualität

Ich denke, es ist ein Irrglaube mit kombinierten Wettbewerben Planungsqualität erreichen zu wollen. Vielmehr verleitet die aufgehobene Anonymität die Verwaltung dazu, die ihnen bekannten Planer zu bevorzugen und dies durch Qualitätspunkte zu begründen. Ob ein Honorarabschlag der Verwaltung für das Bauvorhaben wirklich etwas bringt, sei es finanziell wie qualitätsmäßig, wage ich zu bezweifeln. In diesem Fall wird ein Wettbewerb zur Farce – da ist ein Rotationsverfahren noch gerechter. In Deutschland ist ein Wettbewerb mit Honorarabschlag von der Kammer verboten!

Auch die jetzt in Mode gekommenen Realisierungswettbewerbe mit Bewerbungsverfahren bergen die Gefahr, dass junge Büros nicht mehr zum Zuge kommen und so die Baukultur ins Stocken gerät. Deutsche und schweizer Wettbewerbsausschreibungen haben bei solchen Bewerbungsverfahren immer auch eigene Sparten für „junge Büros“ und „kleine Bürostrukturen“( sofern auch die Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Größe als Bewertungskriterium hergenommen wird). Dies finde ich sehr wichtig. Die aufgehobene Anonymität sollte zumindest durch eine kompetente und unbeeinflusste Jury ausgeglichen werden. Die Gewichtung der Kriterien sollte immer zur Mehrheit auf den Refernzprojekten liegen.
Wie z.B. NS-Dokumentationszentrum München, Auslober Stadt München:
" II.1) KRITERIEN FÜR DIE AUSWAHL DER TEILNEHMER: Die Bewerber/innen haben nachzuweisen, dass sie öffentliche Kulturbauten vergleichbarer Größenordnung und Aufgabenstellung als Architekt/in bzw. Landschaftsarchitekt verantwortlich geplant haben (min. LPH 2-4 HOAI) und aufgrund der gestalterischen, technischen und wirtschaftlichen Qualität der ausgeführten Projekte und der Leistungsfähigkeit des Büros erwarten lassen, dass sie für die anstehende Bauaufgabe geeignet sind. Bei den Architekten werden Berufsanfänger (Kammermitgliedschaft nicht vor dem 1.1.2002) und kleinere Büros (maximal 4 technische Mitarbeiter inklusive Inhaber) angemessen berücksichtigt. Sie werden auch zum Auswahlverfahren zugelassen, wenn sie ihre Leistungsfähigkeit hinsichtlich gestalterischer, technischer und wirtschaftlicher Qualität nur anhand von nicht ausgeführten Hochbauprojekten bzw. Projekten nicht vergleichbarer Größenordnung, Wettbewerbserfolgen oder Architekturpreisen nachweisen können. Die Einstufung der Bewerber erfolgt durch ein Auswahlgremium. Das Auswahlgremium setzt sich zusammen aus einem unabhängigen Architekten, einem Landschaftsarchitekten und zwei Vertretern des Auslobers. Die Mitglieder des Auswahlgremiums gehören nicht dem Preisgericht an. Übersteigt die Zahl der gleichermaßen geeigneten Bewerber die Teilnehmerzahl, behält sich der Auslober vor, das Los entscheiden zu lassen. Eine Auslosung erfolgt unter notarieller Aufsicht."

Wir sollten schauen, die Mehrzahl der Wettbewerbe als offene Wettbewerbe durchzuführen, bei zu starkem Andrang auch 2-phasige, wobei es jedoch wichtig ist, die Anonymität auch in der 2. Phase zu waren!

Man sollte nicht vergessen, dass die Architekturqualität in Südtirol zum großen Teil durch die Veranstaltung offener, anonymer Wettbewerbe entstanden ist. Diesen erfrischenden Pool an öffentlicher Gegenüberstellung und sich Messen unterschiedlicher Planungskonzepte sollten wir nicht ohne weiteres aufgeben.
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  #3  
Alt 01.12.2009, 11:15
brigitte kauntz brigitte kauntz ist offline
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Registriert seit: 01.12.2009
Beiträge: 1
Standard geladene wettbewerbe

Liebe Kollegen,
die Gemeinde Meran hat mich kürzlich zu einer Offertabgabe für die Errichtung von Akadengräbern eingeladen. Das Verfahren sieht vor, dass wir Geladene auf das Honorar, welches bereits um 20% des alten Tarifs gekürzt war, einen zusätzlichen Abschlag in Form von x Prozenten, geben. Zuschlagskriteriun ist einzig der Preis. Der Kollege, welcher den Wettbewerb gewonnen hat, hat auf das bereits gekürzte Honorar zusätzliche 65% Skonto gemacht. Das, denke ich, ist nicht nur besorgniserregend sondern drammatisch und ich frage mich nach der Sinnhaftigkeit einer deratigen Vorgangsweise. Kann bei solchen Abschlägen die Qualität der Arbeit noch garantiert werden, ist es bei einer solche Vorhergehensweise noch sinnvoll einen Architekten zu beauftragen?
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  #4  
Alt 03.05.2011, 11:40
Josef Gritsch Josef Gritsch ist offline
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Registriert seit: 22.10.2009
Beiträge: 4
Standard Öffentliche Aufträge; Raumordnung

Sehr geehrter Vorstand,

in einem Monat tritt die neue Verordnung D.P.R. Nr. 207 , in der auch die Vergabe von Freiberufleraufträgen geregelt wird, in Kraft.
Mit dem 9. Juni sind nur mehr Honorarskontos innerhalb der vom Ausschreiber festgelegten Grenze zulässig, das heißt in der Praxis, das ein Fall für Fall geregeltes Mindesthonorar vom Ausschreibenden festgelegt wird.
Welcher Spielraum eines Skontos wird von den Berufs-Kammern mit der Landesverwaltung und dem Gemeindenverband vereinbart ?
Angebote mit einem ausschließlichen Billigstangebot sind dadurch hinfällig.
Beabsichtigt die Landesverwaltung dieses Dekret zu übernehmen, oder durch eine eigene Norm zu regeln, die uns Freiberuflern das Arbeiten wieder erschwert ?

RAUMORDNUNG : Welche Schritte wurden gemacht zur Erstellung einer neuen Raumordnung und was soll sie laut unserer Kammer beeinhalten ? Welche Position beziehen die Landesverwaltung,der Gemeindenverband,der Naturschutzverband usw. ?

Wir Ihr seht, lauter Fragen, die sich jedem Kammermitglied stellen, da er keine Ahnung hat von dem was seine Vertreter denken, unternehmen, verhandeln und erreichen.

Dass da die direkte Demokratie fehlt spürt man nur an der Basis und nicht an der Spitze. Und wir sind wieder in dem Zustand, den wir so heftig in den vorherigen Jahren kritisiert haben. Hat der neue, angestellte Mitarbeiter nicht die notwendige Arbeitsentlastung gebracht ?
Ein wöchentliches, veröffentlichtes und zugesandtes Protokoll von den wesentlichen Punkten der Sitzungen des Vorstandes könnte zum Beispiel diesen Austausch garantieren.

Vieleicht können meine Gedanken einen Anstoß geben zu mehr Kommunikation und Gedankenaustausch zu den Problemen, die unser Berufsleben mitbestimmen.

Mit freundlichen Grüßen
Jos Gritsch
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  #5  
Alt 09.05.2011, 11:27
Aichner Aichner ist offline
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Registriert seit: 25.08.2010
Beiträge: 1
Standard

Lieber Jos,
bei allen Deinen Fragen sind wir "dran" - können allerdings noch nichts endgülig beantworten - wir arbeiten! Kurt Jakomet hilft uns dabei.
Bei der letzten Vollversammlung haben wir berichtet zu welchen Themen wir arbeiten - und jegliche Art an Mitarbeit der Kollegen ist erwünscht.
Gute Arbeit und für uns alle gute Zusammenarbeit Dora Aichner
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